Webseiten / Blog Ladezeit optimieren

Posted: Oktober 12th, 2011 | Filed under: Internet, Programmieren, Tutorials | Tags: , , , , , , , , , , | 3 Comments »

In folgendem Artikel möchte ich euch einen Anreiz geben wie ihr bei eurem Blog oder bei eurer Webseite schnellere Ladezeiten erreicht. Angeregt dazu hat mich der Artikel “Speed me up!” aus der c’t 2011 / Heft 20.

Analyse

Zu allererst misst ihr am Besten eure die Ladezeit eure Webseite. Damit ihr einen Vergleichswert nach dem Optimieren habt. Dafür eignet sich das Tool pingdom hervorragend, damit könnt ihr sehen welche Komponenten wie lange laden. Als weiteres Tool kenne ich YSLOW aus dem Hause Yahoo, welches mich jedoch nicht so sehr überzeugt hat. YSLOW bietet einige Zusatzfeatures wie die Bewertung bestimmter Parameter mit Schulnoten von A (sehr gut) bis F(sehr schlecht).

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CSS-Datei vor JavaScript laden

Da JavaScript Code auf die Informationen von CSS angewiesen ist wird JavaScript erst ausgeführt wenn alle CSS-Dateien geladen sind.

Nur eine CSS-Datei und eine JavaScript-Datei

Jedes laden einer Datei bedeutet für den Browser eine neue Anfrage an den Server. Bis diese Anfrage gestellt ist und mit einer Datei beantwortet wird vergeht relativ viel Zeit im vergleich zum Herunterladen der Datei. Packt man also drei CSS-Dateien mit je 10KB zusammen zu einer 30KB Datei ist das im Vergleich viel schneller wie das dreimalige herunterladen von 10KB. Das gleiche gilt natürlich auch für JavaScript-Dateien.

Komprimieren von CSS-Dateien

Um CSS-Dateien zu komprimieren gibt es mehrere Dienste zur Auswahl. Ich verwende jedoch immer CSS-Compressor von minifycss.com. Die CSS-Datei meines Blog-Theme konnte immerhin von 9.126KB auf 6.834KB komprimiert werden. Das entspricht einer Komprimierungsrate von 25.1%. Bei der Komprimierung werden zum Beispiel Farbinformationen, unnötige Backslashes oder Sonstige Attribute gekürzt.

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Komprimieren von JavaScript-Dateien

Um JS-Dateien zu komprimieren verwende ich jscompress. Komprimiert man zum Beispiel die JS-Datei des Plugins Lightbox, kommt man von 23.83KB auf stolze 10.590KB und einer Komprimierungsrate von stolzen 56%. Setzt man JavaScript-Frameworks wie jQuery oder ähnliches ein kann man das Framework als bereits komprimierte JS-Datei herunterladen.

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Bilder zusammenfassen

CSS-Sprites werden benutzt um die Anzahl der HTTP-Anfragen an einen Server zu reduzieren um somit schnellere Seitenladezeiten zu erreichen. Hierbei werden alle Bilder zu einem einzigen Bild gepackt, und über CSS Positionsinformationen je nach anzuzeigendem Bild ausgerichtet. Auch hier gibt es eine Menge Anbieter. Da ich CSS-Sprites für meinen Blog nicht verwende kann ich leider keinen mir bekannten Dienst nennen, aber einfach mal nach css sprites generator googlen.

Sonstiges

Hier noch eine andere Methoden die ich kenne mich jedoch noch nicht wirklich damit beschäftigt habe:

WordPress-Plugins

  • WP Super Cache: Cached Bloginhalte, somit werden Datenbankzugriffe und Ausführung von PHP-Code reduziert.
  • WP Minify: Reduziert die Anzahl von CSS- und JS-Dateien
  • Use Google-Libaries: Ladet alle bekannten Bibliotheken wie zum Beispiel jQuery oder Prototype von Google-Servern, dies reduziert die eigene Serverlast.

Falls ihr noch mehr Informationen habt zu dem Thema, könnt ihr diese gerne hier posten. Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen weiterhelfen.


3 Comments on “Webseiten / Blog Ladezeit optimieren”

  1. 1 Waelti said at 13:38 on Dezember 9th, 2011:

    Schöner Artikel. Die Ausführungen sind richtig, dagegen ist nichts einzuwenden.

    Zwei Anmerkungen –
    was ich bei den meisten Artikeln zur Optimierung der Ladezeit vermisse ist
    a) Die Frage „brauche ich das wirklich“
    was nicht da ist, das braucht nicht optimiert zu werden. Trifft hier im Blog weniger zu, die Ladezeiten (Gtmetrix) passen zum Inhalt, das ist sehr häufig nicht der Fall.
    b) Bei Bildern: komprimieren. Und vor allem nicht skalieren also Bilder kleiner darstellen. Wird ein Bild in der halben Breite angezeigt, dann ist die Datei 4* so groß wie nötig.

    Die Aussage „Webseiteninhalte auf verschiedenen Hosts verteilen (als Privatperson nicht wirklich praktikabel und sinnvoll) ist, hm, diskussionswürdig. Klar geht das nur bei einem selbstgehosteten Blog. Das kostet nicht mehr die Welt und wird sicher auch Privat genutzt. Letztendlich geht es darum, die mögliche Anzahl paralleler Ladevorgänge zu erhöhen. Das geht auch mit einer Subdomain auf die Teile ausgelagert werden.

    LG

  2. 2 admin said at 18:33 on Dezember 9th, 2011:

    Vielen Dank für deine Anmerkungen und deine Kritik

  3. 3 Waelti said at 19:29 on Dezember 9th, 2011:

    Ja, mein Kommentar kann schon als Kritik verstanden werden. Wenn es auch nicht so gemeint war. Ich hatte schon mehrere Seiten angesurft und mehrfach die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Wirklich.

    Fasse es als Lob und als Tipp auf:
    Nicht alles, was für dich hier selbstverständlich ist ist es für den Leser auch. Du hast ja die Fehler ganz offensichtlich hier nicht gemacht.

    Bedanken möchte ich mich auch dafür dass mein Kommentar stehengeblieben ist. Auch das ist nicht ganz selbstverständlich. Leider.

    Liebe Grüße


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